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Gepäckverlust im Bus: Neues Jahr – neues Glück?

Voller Gepäckraum zieht Diebe an.

Auch im neuen Jahr geht die Reise mit Bus, Bahn, Flug oder Mitfahrgelegenheit weiter. Insbesondere die Fernbusreisen werden immer mehr, denn immer mehr Menschen nutzen das kostengünstige Verkehrsmittel Bus, um schnell und direkt an beispielsweise Flughäfen wie dem Frankfurter Flughafen zu gelangen.

Und wer eine größere Reise vorhat, wird entsprechendes Gepäck mitnehmen wollen, das in einem großen Bus dem Anschein nach am besten Platz findet. Könnte man meinen. Stimmt zunächst auch so.

 

Fundgrube für Diebe

Doch viel Platz für Gepäck bedeutet auch viele Koffer, Rucksäcke & Co. von anderen Mitreisenden, bei denen ebenfalls eine Flug- oder Urlaubsreise ansteht. Gerade auf Strecken wie zum Beispiel mit dem Bus von Düsseldorf zum Weeze Flughafen, auf der Busverbindung München Flughafen Nürnberg oder auch für den Fernbus Frankfurt Flughafen Hahn können die Angebote schnell ausgebucht und die Busse randvoll mit Koffern sein. Da heißt es nicht nur für den Fahrgast und Tourist: Neues Jahr – neues Glück.

Auch für Diebe sind volle Gepäckräume eine Chance, gute Geschäfte zu machen. Mit der wachsenden Zahl an günstigen Busreisen und entsprechender Zunahme an Busreisenden, nimmt auch das Gepäckchaos im, am und um den Bus herum zu. Perfekte Gelegenheiten für professionelle Diebesbanden, die den allgemeinen Wirrwarr am Gepäckraum ausnutzen können.

Gepäck verloren oder gestohlen?

Oftmals muss es aber nicht gleich Diebstahl gewesen sein, wenn der eigene Koffer plötzlich fehlt. Auch durch Verwechslung bzw. Vergessen bei beispielsweise Umstiegen kann ein Gepäckstück verloren gehen. Ob nun aus eigenem Verschulden oder mangelnder Aufsicht bzw. fehlendem Überblick vonseiten des Busfahrers: Was tun bei Verlust des Gepäcks?

Der erste Schritt bei Diebstahl ist immer, diesen bei der örtlichen Polizei anzuzeigen und dem Busfahrer zu melden. Oftmals jedoch bemerkt der Fahrgast erst am Zielort, dass sein Gepäck fehlt. Und dann? Natürlich haben die meisten Busunternehmen einen Kundenservice, den der Geschädigte kontaktieren kann und soll.

Doch berufen sich die meisten Anbieter auf ihre AGB, in denen sie eine Haftung für den Gepäckschaden ausschließen. Zumindest solange es kein Vorsatz, keine grobe Fahrlässigkeit oder die Folge eines Unfalls war. Generell ist es auch möglich, sich im Vorfeld über bestimmte Fahrgastrechte zu informieren und im Streitfall ist der Betroffene gut beraten, Kontakt zur Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr aufzunehmen.

Auch stehen die städtischen Fundbüros zur Verfügung, die der Reisende jedoch selbst kontaktieren muss. Doch nicht immer werden darüber die verlorenen Gegenstände wieder gefunden. Allerdings liegt es nicht unbedingt am schlechten Service der Fernbusunternehmen selbst, dass der Rucksack verloren bleibt bzw. die Bearbeitungszeit lange dauert. Es trägt oft auch der Umstand dazu bei, dass Busanbieter wie beispielsweise Flixbus keine eigenen Busse betreiben, sondern mit vielen verschiedenen regionalen Buspartnern zusammenarbeiten, die zunächst angefragt werden müssen.

Sollte zwar machbar sein, aber inwiefern wiederum die Busfirmen kommunizieren, ist im Vorfeld nicht so einfach abzuschätzen. Wer herausfinden kann, welcher Regionalpartner welchen Bus für die genutzte Fahrt eingesetzt hat, kann sich direkt an diesen Buspartner wenden und nach dem fehlenden Gepäckstück fragen.

Besser: Gepäckdiebstahl oder -verlust vorbeugen

Viele Fahrgäste haben die Erfahrung des Gepäckverlusts schon durchlebt und individuelle Lösungen für das Problem gefunden:

  • Bei Kurzreisen nur Handgepäck mitnehmen.
  • Alle Wertsachen (auch die, die individuellen bzw. ideellen Wert haben) mit in das Handgepäck nehmen. Es ist auch regelmäßig die Empfehlung der Anbieter, keine Wertgegenstände im großen Gepäck zu verstauen.
  • Bei Zwischenstopps oder Umsteigehaltestellen immer mit aussteigen und am Gepäckraum dabei stehen. Frische Luft tut je nach Länge der Fahrt immer gut. Es ist also nicht nur für Raucher eine willkommene Pause.
  • Gegebenenfalls zusätzlich zum Gepäckzettel des Anbieters einen eigenen Vermerk für direkten Kontakt anbringen, falls es sich beim Verlust lediglich um eine Verwechslung handelt oder das Gepäckstück ohne Kundenservice gefunden wird.

Ein weiterer Tipp appelliert an den sozialen Umgang miteinander: Ehrliche Finder werden immer belohnt!

Einladung für Diebe: Voller Kofferraum
Zwischen vielen Taschen kann schnell das eigene Gepäck verloren gehen. | © ninle500 - depositphotos.com

Erstellt am 18.01.2018
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