BAHNCARD kündigen - Fernbusse immer billiger !
#41
Auf einer Art lustigen Weihnachtsfeier mit viel Glühwein gab es "von oben" neue interessante Infos für die Fernbusbranche:

- 2014 mehr als 120 Mio. Verlust (2013 waren es nur 40 Mio) für die Bahn wegen der Fernbusse
- man rechnet jetzt damit, dass alle Orte ab ca. 20.000 Einwohner in 2015/16 Fernbushalt werden und die Busse weitere Strecken taktmässig noch enorm verstärken, auch vor Megabus hat man Angst dass die noch mit TV-Spots und grossen Aktionen kommen wie in anderen Ländern
- man rechnet auch damit, dass Flix, MFB und Megabus ein komplettes Europanetz aufbauen werden plus deutsches Netz vom Postbus
- im Gegensatz zu manchen Leuten aus der Fernbusbranche rechnet man nicht mehr mit steigenden Fernbuspreisen
- Prognose der Bahn für 2015: 250 - 300 Mio. Verlust !
- vor allem grosse Einbrüche bei Gelegenheitsfahrern ohne Bahncard die meist eher hohe Ticketpreise gezahlt haben
- grosse Einbrüche auch bei Quer-Durchs-Land-Ticket trotz grosser Werbekampagne im Sommer
- dagegen nur relativ wenig Kündigungen bei den Bahncard-Abos
- es gibt Strecken, wo inzwischen fast keine Tickets mehr verkauft werden, z.B. Berlin-Dresden, sitzen nur noch wenige internationale Fahrgäste z.B. aus Budapest drin und z.B. Bahncard-100-Inhaber, Deutschlandpass etc. .

Und was ja hier auch schon mal irgendwo genannt wurde:
Eine Abteilung mit über 30 Pers. arbeitet schon lange an neuen Rabattkonzepten und Tarifsystemen.
Man glaubt nicht mehr gross an die Gewinnung neuer Kunden und auch nicht mehr an die Zurückgewinnung aktueller Fernbuskunden sondern möchte das Bahncardsystem in eine Art Bonuscardsystem umwandeln (der Name Bahncard bleibt aber bestehen). Die Bahncardkunden sollen dann auslastungsabhängig Rabatt bekommen. D.h. wer dienstags um 4:00 Uhr früh fährt, bekommt mehr Rabatt als jemand der freitags um 14 Uhr fährt. Und wer sehr oft fährt, bekommt mehr Rabatt als jemand der nicht so oft fährt. Das (geheime) Motto ist: Bahncardkunden möglichst auf schwache Zeiten drängen (dann auch mehr Plätze frei für teure Gelegenheitsfahrer) und insgesamt mehr Geld aus den treuen Bahncardkunden herausholen ohne dass die es merken !

Aber: Wie soll das gehen ? Wer eine Bahncard hat, ist oft auch ein Pendler und will logischerweise Fr.+So. pendeln - und nicht Di./Mi. - auch nicht, wenn es da billiger ist.
Also riskiert die Bahn nicht jetzt noch, dass dann ein Teil der bisher treuen Bahncardkunden auch noch in den Fernbus umsteigt ?
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#42
Da hat wohl ein Busexperte allein zu Hause gesessen (oder mit seinen vielen Fernbusbeobachtern) und "viel" Glühwein getrunken. Wie ich darauf komme? Diese Person war hier die letzten Tage immer abends unterwegs, dann, wenn normale Weihnachtsfeiern sind. Warum auch sollte der Busexperte zu einer Feierder DB gehen? Und warum sollten das ranghohe Mitarbeiter einem Busexperten erzählen?


Sicher wird der Fernbusmarkt stärker, aber jede Stadt mit 20.000 Einwohnern? Was soll ein Fernbus da? Ich lache mich mal wieder kaputt! Wink Amüsanter Kerl, gerne mehr davon!
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#43
also ich hab es mal genauer gelesen, der Gast (Busexperte ?) hat nicht gesagt, ob es eine DB-Feier war, es war auch nur so eine Art Feier - also einen Teil der Infos habe ich so auch bekommen vor kurzem von ganz anderer Seite. Vielleicht war es die Weihnachtsfeier eines Sportvereins oder sowas und da war auch jemand "von oben" von der DB dabei ? Externe auf einer DB-Feier kann ich mir nicht vorstellen.

Jedenfalls pikant, die Bahn unterschätzt die Fernbusse jetzt nicht mehr.
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#44
Wie auch immer. Busexperte hin oder her.

Wer schon schreibt, dass die Bahn 120 Mio. Verlust macht, kann anscheinend der Verlust vom geringeren Gewinn nicht unterscheiden.
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#45
Weder die 120 Verlust noch 120 geringerer Gewinn sind richtig.
Korrekt muss es lauten: die Bahn hat dieses Jahr bedingt durch die Fernbusse 120 Mio Umsatzverlust gehabt.
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#46
Ihr habt doch gelesen, es war eine lustige Weihnachtsfeier mit viel Glühwein. Blush
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#47
viele der Punkte waren jetzt in den Medien, das mit der Bahncard sogar in der Tagesschau
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#48
in den medien ist andauernd was, was heisst das schon.
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#49
Also ich kann vieles da bestätigen, kenne einen Leitenden bei der DB sehr gut privat. Da war auch irgendwann letztens ein Treffen mit SBB und ÖBB-Kollegen, die von der ÖBB sehen Fernbusse recht entspannt, die von der SBB sind in heilloser Aufregung, ob es bald eine Freigabe der Busse in der Schweiz gibt, dann soll es ganz schlimm werden für die SBB.
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#50
(05.12.2014, 16:23)Bus und Bahn Experte schrieb: Und was ja hier auch schon mal irgendwo genannt wurde:
Eine Abteilung mit über 30 Pers. arbeitet schon lange an neuen Rabattkonzepten und Tarifsystemen.

möchte das Bahncardsystem in eine Art Bonuscardsystem umwandeln (der Name Bahncard bleibt aber bestehen). Die Bahncardkunden sollen dann auslastungsabhängig Rabatt bekommen. D.h. wer dienstags um 4:00 Uhr früh fährt, bekommt mehr Rabatt als jemand der freitags um 14 Uhr fährt. Und wer sehr oft fährt, bekommt mehr Rabatt als jemand der nicht so oft fährt. Das (geheime) Motto ist: Bahncardkunden möglichst auf schwache Zeiten drängen (dann auch mehr Plätze frei für teure Gelegenheitsfahrer) und insgesamt mehr Geld aus den treuen Bahncardkunden herausholen ohne dass die es merken !

Aber: Wie soll das gehen ? Wer eine Bahncard hat, ist oft auch ein Pendler und will logischerweise Fr.+So. pendeln - und nicht Di./Mi. - auch nicht, wenn es da billiger ist.
Also riskiert die Bahn nicht jetzt noch, dass dann ein Teil der bisher treuen Bahncardkunden auch noch in den Fernbus umsteigt ?

Jetzt kann man das ganze auch in der FAZ so lesen:

Bahnexperte Gottfried Ilgmann, ein langjähriger kritischer Berater von Bundesregierung und Bahnvorstand. „Es kann nicht sein, dass man in Deutschland mit der Bahncard 50 die größte Rabattierung im regulären Verkehr genauso am Montagmorgen wie am Freitagnachmittag bekommt.“ Wenn die Bahn die Auslastung ihrer Züge besser steuern wolle, gebe es nur ein Mittel: eine stärkere Preisdifferenzierung nach Strecke und Zeit.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mein...69-p2.html
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