Die ganz normale Evolution des Fernbusgeschäfts
#1
http://www.faz.net/sonntagszeitung/fernb...68383.html
#2
was beten die dem immer die Preissteigerungen herbei? Seit 1,5 Jahren heißt es: bald wird es teurer, ja bald hui hui, so ein Unsinn. Noch sind die Preis okay.
#3
Die Preise bei Fernbussen werden NICHT steigen. Das Gerede darum ist tatsächlich Unsinn ! Es wird in wenigen Jahren noch billiger werden mit Akku-Fernbussen ganz ohne Dieselkosten. Die Chinesen arbeiten daran mit Hochdruck, in Skandinavien laufen bereits einige Busse die an den Endstationen einfach an Schnelladestationen wieder aufgeladen werden. Strom wird zwar immer etwas teurer - ist aber billiger als Diesel.

Desweiteren wird sich europäisches Personal durchsetzen ähnlich wie in der Luftfahrt. Die führenden Airlines mit den größten Martanteilgewinnen setzen schon länger größtenteils osteuropäisches, südeuropäisches und asiatisches Billigpersonal ein. Warum soll ich einen deutschen Busfahrer für 15 Euro pro Std. nehmen wenn ein Bulgare mit 2 Euro glücklich ist und ein Spanier oder Portugiese mit 4,50 ? Und die sind froh, wenn sie fahren dürfen statt arbeitslos daheim rumzusitzen ohne jede Perspektive. Eurolines macht das schon lange, dort fahren osteuropäische Fahrer bis nach West- und Südfrankreich.

In Fachkreisen werden außerdem auch noch 2, 3 weitere Anbieter mit ausländischem Hintergrund erwartet, ähnlich wie Onebus. Diese werden die deutschen Anbieter preislich weiter unter Druck setzen. NRW-Berlin ist vor allem auch wegen Onebus so billig.

Die Busse werden im Schnitt immer grösser - Flixbus wird bis Sommer 2015 alle Hauptstrecken auf Doppeldecker umgestellt haben, dadurch sind eher noch niedrigere Preise möglich. Der Einstieg von Stagecoach wird irgendwann kommen und weiter eher noch alles nach unten treiben.

Schliesslich gehen der Bahn nach und nach immer mehr Fahrgäste verloren, um das zu stoppen wird es immer mehr billige DB-Tickets für 29,- Euro geben, dadurch müssen die Busse unter 20,- bleiben um die Busse auch langfristig voll zu bekommen. Auch BlablaCar hilft noch mit, dass die Buspreise dauerhaft billig sein werden.

Also höhere Preise bei Fernbussen sind Unsinn. Busmarken die das geglaubt haben sind schon weg oder werden verschwinden (City2City, Deinbus, Berlinlinienbus). Erwartet auch kein anderer Wirtschaftsprofessor.
#4
(18.11.2014, 14:50)Gast schrieb: Also höhere Preise bei Fernbussen sind Unsinn. Busmarken die das geglaubt haben sind schon weg oder werden verschwinden (City2City, Deinbus, Berlinlinienbus). Erwartet auch kein anderer Wirtschaftsprofessor.

Der da namentlich wäre?

Mir ist dazu bisher gar kein Prof untergekommen.

Alberne Wichtigtuerei.
#5
2€ die Stunde klingt nach exakter Einhaltung der Mindestlohns! Wird jeder Wirtschaftsprofessor bestätigen.
#6
In Polen beträgt der Mindestlohn umgerechnet 2,31€.

Wenn ich den Beitrag von Gast 15:50 richtig zusammenfasse ist es wohl so, dass wir ab dem Q3/2015, spätestens aber ab Q2/2016 von den Busunternehmen Geld bekommen werden, damit wir mit ihnen fahren.

Gruß
Jo
#7
Wer könnte das Posting von 15.50 Uhr bloss verfasst haben?! *grübel* Cool
#8
(18.11.2014, 14:50)Gast schrieb: Desweiteren wird sich europäisches Personal durchsetzen ähnlich wie in der Luftfahrt. Die führenden Airlines mit den größten Martanteilgewinnen setzen schon länger größtenteils osteuropäisches, südeuropäisches und asiatisches Billigpersonal ein. Warum soll ich einen deutschen Busfahrer für 15 Euro pro Std. nehmen wenn ein Bulgare mit 2 Euro glücklich ist und ein Spanier oder Portugiese mit 4,50 ? Und die sind froh, wenn sie fahren dürfen statt arbeitslos daheim rumzusitzen ohne jede Perspektive. Eurolines macht das schon lange, dort fahren osteuropäische Fahrer bis nach West- und Südfrankreich.

Nur ein paar Anmerkungen zum ab 1.1.2015 in Deutschland geltenden gesetzlichen Mindestlohn:

Sofern ein deutsches Transportunternehmen (egal ob im Güter- und/oder Personenverkehr tätig) Fahrer beschäftigt, die beispielsweise aus den von Dir o. g. Ländern/Regionen stammen, ist für diese Mitarbeiter analog zu allen anderen Beschäftigten (egal welcher Nation) der gesetzliche Mindestlohn anzuwenden.

Demnach steht auch einem Fahrer aus Bulgarien, ebenso wie einem Fahrer aus Spanien der gesetzliche Mindestlohn zu, wenn er in einem in Deutschland ansässigen Unternehmen tätig ist. Für diesen Fahrer gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung.

Dein Vergleich mit Eurolines ist daher nur bedingt für die hiesigen Fernbusunternehmen anwendbar. Wollten sie den gesetzlichen Mindestlohn umgehen müßten sie beispielsweise Buspartner aus dem europäischen Ausland beauftragen (vorzugsweise aus Osteuropa, da es in Westeuropa eine Reihe von Ländern mit gesetzlichen Minestlohn gibt). Ob diese Praxis allerdings vor den Aufsichtsbehörden stand hält, wenn solch ein Buspartner nur Binnenverkehrsleistungen in Deutschland erbringt mag ich schon jetzt zu bezweifeln.

Übrigens: Ethisch finde ich Deine Argumentation bzgl. der Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitern für 2€ - 5€ Stundenlohn geschmacklos und verwerflich. Weder Arbeits- noch Persepektivlosigkeit rechtfertigen solche Löhne.
#9
Hallo Railserv,
wenn ich mich nicht irre, muss auch ein Buspartner aus einem anderen Land seinen Fahrern den Mindestlohn zahlen, wenn er hier Transportleistungen erbringt.
Ich finde die Sache auch aus kalkulatorischer Sicht spannend, vielleicht hat noch jemand weitere Infos.
Gruss Vito
#10
Mein Wirtschaftsprofessor hat mir heute gesagt, dass es in zwei Jahren Doppelstock-Gelenkbuss mit 140 Sitzplätzen und Kernfusionsantrieb geben wird. Diese können zwischen zwei Radarkontrollen auf 210 beschleunigen. In der ganzen Unimensa spricht man jetzt schon davon, dass dann Fahrkarten für 99 Cent verkauft werden. Als Fahrer werden keine überbezahlten Deutsche mehr eingesetzt, sondern Borgs, für die es keinen Mindestlohn gibt und die 26 Stunden am Tag arbeiten. Da wird BLB ganz alt aussehen. Vielleicht gelingt es Steinbrück noch, sich rechtzeitig von Borg-Bus assimilieren zu lassen. Für den Ein- und Ausstieg reichen dann 5 Minuten Aufenthalt am ZOB. Wie wir dabei aber beobachten, stehen die Abfertigungskarren von BLB dem neuen Konzept im Weg, diese sollten schnellstens neutralisiert werden.