Gewinnschwelle
#1
Es ist schon verwunderlich, dass man bei MFB die Aussicht auf den Break-Even öffentlich kundtut. Wenn die Gewinnschwelle tatsächlich in Sichtweite läge, würde man dies intern mit den Investoren und Banken kommunizieren, aber doch die Konkurrenz im Unklaren lassen.
Vielleicht benötigt man frisches Kapital neuer Investoren - gerade weil Banken ihre Kredite fällig gestellt haben - und dann macht die Aussage Sinn.
250 Mitarbeiter in der Berliner Zentrale kosten jährlich wenigstens 4-5 Millionen Euro, etwa der Betrag der City2City und ADAC inklusive Anlaufkosten das Genick gebrochen hat.
Ich habe den Eindruck, dass MFB einen schnellen Tod sterben könnte...
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#2
Warum, dass gemacht wurde?

Ich würde folgende vermuten:
  • Es kommt häufig zur Verwechslung "Deinbus" mit "Meinfernbus"
  • Positives Zeichen setzen. Man kann, trotz der niedrigen Preise, anscheinend Geld verdienen
  • Werbung
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#3
Wir wundern uns auch etwas. In 2014 waren viele MFB-Busse viele Monate lang deutlich schlechter besetzt als in 2013 und fast immer auch schlechter besetzt als parallel fahrende Flixbusse. Zwar verlangt MFB im Schnitt etwas mehr pro Ticket als Flix, zahlt aber vermutlich auch aktuell etwas mehr davon an die Buspartner. Sonst waere es nicht erklaerbar, dass die beiden Partner LampeReisen und MojeBustouristik erst wochenlang fuer Flixbus Zusatzbusse fahren und dann einen festen Vertrag mit MFB machen.
Wie viele Mitarbeiter da aktuell arbeiten ist nicht bekannt, im Sommer waren ca. 180 auf der Webseite zu sehen. Eventuell wurde jetzt endlich reduziert um die enormen Personalkosten zu senken. Aber bei Flix war auch z.B. von 100 Mitarbeitern die Rede, ist auch viel zu viel im Vergleich zur Anzahl der Busse.

Was dazukommt, sind noch die Bueroflaechen, 2 komplette Etagen im Berliner Verlagshaus am Alex jeden Monat, unter 10 Euro pro qm geht da nichts. Immerhin wurde offenbar an der Werbung gespart - z.B. Google-Werbung gibt es offenbar schon laenger nicht mehr und auch die Grossflaechen am Buerohaus wurden im Sommer entfernt.

Also nach unserer Rechnung ist MFB noch nicht in der Gewinnzone, aber vielleicht setzt man hier bewusst ein postives Signal auch fuer Buspartner, Banken und Investoren. Nach unserer Einschaetzung hat man sich verschaetzt in der Annahme, mittelfristig vermehrt teurere Tickets verkaufen zu koennen. Stattdessen sind seit den Preiserhoehungen Herbst/Winter 2013 viele MFB-Oft-Pendler zu Flixbus (und Onebus) gewechselt. Fragt man deren Fahrgaeste, sagen die meisten, dass sie frueher mit MFB gefahren sind. Jetzt endlich wurden z.T. Preise gesenkt (z.B. auf der Linie Krefeld-Berlin), aber viele Fahrgaeste sind laengst weg und MFB hat eher den Ruf eines teuren Fernbusanbieters... . Das ist das AirBerlin-Problem in Fernbusform - man ist nicht der teure Luxusbus und auch nicht der Billigste sondern irgendwo dazwischen. Wofuer steht denn MFB genau ? OK, sie sind mit Abstand die Groessten - aber ansonsten ? Testsieger ? Nein. Beste Bewertungen ? Nein. Billigste Preise ? Nein. Schnellste Fahrzeiten ? Nein.

AirBerlin ist seit Ewigkeiten staendig Pleite und war frueher in Deutschland auch mal groesser als Ryanair, Easyjet und Norwegian - wollen wir hoffen, dass das bei Fernbussen nicht auch so kommt. Wenn MFB das Bueropersonal auf ca. 50 senken kann mit entsprechend kleinem preiswerten Buero und dauerhaft 400-500 Busse zu guenstigen Preisen anbietet, koennen sie wirklich die Gewinnschwelle erreichen.
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#4
Zwei Anmerkungen:

1.) Du hast vergessen "Gast" durch "Professor" zu ersetzen

2.) Gewohnt unseriöse Schlussfolgerungen von Dir/Euch
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#5
Also ich kann das schon glauben, dass sich MeinFernbus.de jetzt in der Gewinnzone befindet, denn bis vor kurzem residierte MeinFernbus.de noch in der Rotherstraße in der Nähe der Warschauer Straße. Und irgendwelche Gäste oder Professoren die behaupten, dass MeinFernbus.de sich mal in billigere Räume begeben sollte, sollten mal nachdenken, warum der Wechsel in die City erfolgte.
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#6
(21.11.2014, 14:04)Gast schrieb: Wir wundern uns auch etwas. In 2014 waren viele MFB-Busse viele Monate lang deutlich schlechter besetzt als in 2013 und fast immer auch schlechter besetzt als parallel fahrende Flixbusse. Zwar verlangt MFB im Schnitt etwas mehr pro Ticket als Flix, zahlt aber vermutlich auch aktuell etwas mehr davon an die Buspartner. Sonst waere es nicht erklaerbar, dass die beiden Partner LampeReisen und MojeBustouristik erst wochenlang fuer Flixbus Zusatzbusse fahren und dann einen festen Vertrag mit MFB machen.
Wie viele Mitarbeiter da aktuell arbeiten ist nicht bekannt, im Sommer waren ca. 180 auf der Webseite zu sehen. Eventuell wurde jetzt endlich reduziert um die enormen Personalkosten zu senken. Aber bei Flix war auch z.B. von 100 Mitarbeitern die Rede, ist auch viel zu viel im Vergleich zur Anzahl der Busse.

Also nach unserer Rechnung ist MFB noch nicht in der Gewinnzone, aber vielleicht setzt man hier bewusst ein postives Signal auch fuer Buspartner, Banken und Investoren. Nach unserer Einschaetzung hat man sich verschaetzt in der Annahme, mittelfristig vermehrt teurere Tickets verkaufen zu koennen. Stattdessen sind seit den Preiserhoehungen Herbst/Winter 2013 viele MFB-Oft-Pendler zu Flixbus (und Onebus) gewechselt.

Hallo Du, hallo Ihr,
oder wie auch, Gollum, Gollum! Geht mir auch immer so.

Ist also alles zu teuer, MFB also fast schon pleite und onebus mit seinem Netz nimmt alle MFB-Kunden auf.

Ja ich staune auch immer, bei so viel onebus-Bussen die jeden Tag in Berlin abfahren. Da kann MFB gar nicht mithalten.

Ach ja, such Dir mal eine andere Kalkulationseinheit als 'Anzahl Busse', um den Personalbestand dagegen zu spiegeln.

MFB ist schon sehr lange im Berliner Verlagshaus in zwei Etagen. Das ist das Hochhaus am Alex wo auf dem Dach BERLINER ZEITUNG draufsteht. Relativ zentrale Lage ist schon wichtig aber z.B. gute Bueroetagen an der Ring-S-Bahn kosten nur die halbe Miete wie direkt am Alex. Die Kunden muessen halt immer indirekt alles bezahlen. Lufthansa z.B. hat riesige Flaechen im Airrailcenter direkt am FRA fur 30 Euro pro Meter, am S-Bahn-Ring kostet es 5, Frankfurter Allee/Magdalenenstr./Ostkreuz nur 4 Euro... - und Vororte von FRA auch unter 10. Bei z.B. 3000qm macht jeder Euro jeden Monat viel Geld aus - und diese Mieten sind immer kalt. Was meinst Du z.B. was Ryanair in Dublin bezahlt ? Die sitzen ausserhalb von Dublin ganz im Norden in einem Gewerbegebiet.

Wenn Du ein Konto bei der Deutschen Bank, Commerzbank etc. hast, dann zahlst Du indirekt auch die riesigen Kosten der Buerotuerme in FRA-City mit Deinen Gebuehren. Billige Onlinebanken (z.B. CotalConsors, DAB-Bank etc.) sitzen dagegen oft irgendwo in preiswerten Ecken oder Orten und koennen deshalb auch Gebuehren billiger anbieten.
Die Bahn und die Lufthansa koennen es sich (vielleicht ?) leisten, riesige Summen in teuren Bueros zu verplempern - angesichts der harten Konkurrenz auf dem Fernbusmarkt ist es aber die Frage, ob sich das auch Fernbusmarken leisten koennen. Flixbus wird auch relativ viel zahlen in Muenchen, modernes Haus nah am Hbf. - aber hier im Thema geht es um MFB.

Du faehrst doch oft mit MFB, hast Du nicht gemerkt, dass viele Busse dort dieses Jahr leerer waren als in 2013 ?
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