POLSKIBUS aktuell
#1
Polskibus fuhr zu Neujahr mit zwei Bussen im Konvoi nach Warschau - beide vollbesetzt, d.h. mit einer Abfahrt immerhin über 140 Personen befördert... .

Für die Eröffnung der neuen Linie 16 Berlin-Breslau-Kattowitz-Krakau-Zakopane wartet man noch auf die Genehmigung aus Berlin. Sobald diese erteilt ist, soll die Linie schnellstmöglichst ab Berlin starten - man rechnet im Moment mit ca. Ende Januar. Von Zakopane bis Breslau ist die Linie bereits seit Dezember in Betrieb.

Polskibus hat dann insgesamt 5 tägliche Abfahrten ab Berlin. Auf beiden Linien kommen Busse des Typs Van Hool Altano TX 21 mit 72 Sitzplätzen zum Einsatz.
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#2
Polskibus führt jetzt in Polen nach und nach landesweit auf allen Hauptstrecken einen Stundentakt ein. Gefahren wird dabei auf diesen Linien im Normalfall mit den ganz neuen "Van Hool Astromega TX27 Polska" mit 89 Fahrgastsitzen in Vollederausstattung mit 3-Punktgurten und 1 Sitz für die Bordstewardess.

Im Stundentakt laufen schon z.B. Danzig-Warschau, Breslau-Lodz-Warschau, Breslau-Kattowitz-Krakau (teilweise mit Altano 3-Achsern), Warschau-Radom (mit Altano-3-Achsern), weitere Linien sollen folgen - auf mehreren Linien werden auch Nachtfahrten angeboten. Während aller Fahrten im Astromega geht eine junge Bordstewardess mit einer Art Bauchladen von Sitzreihe zu Sitzreihe wie im Flugzeug und serviert jedem Fahrgast kostenlos wahlweise Croissants, Eis, Kaffee, Mineralwasser und Cola am Platz ! In einer Pressemeldung werden außerdem "noch weitere Überraschungen in 2014" angekündigt. Die Auslieferung der nachbestellten Busse hat inzwischen begonnen - bis Juni stehen dann noch ca. 40-50 Busse mehr zur Verfügung mit denen vermutlich noch neue Linien eröffnet werden und/oder bestehende Linien auch auf Stundentakt umgestellt werden. In Kürze ist auch mit der eigentlich schon für Dezember geplanten Verlängerung der Linie 16 von Breslau nach Berlin zu rechnen - dann fährt immerhin 5 x täglich ein Polskibus ab Berlin, 3 x nach Breslau/Krakau/Kattowitz und 2 x nach Posen/Lodz/Warschau - damit sind 6 der größten polnischen Städte (+ der Wintersportort Zakopane) von Berlin aus mehrmals täglich direkt erreichbar zu Ticketpreisen ab 1 Zloty + 1 Zloty Buchungsgebühr.

Polnische Zeitungen berichten von einer "Revolution im polnischen öffentlichen Verkehrswesen". Ich kenne zwar die polnische Staatsbahn überhaupt nicht, aber jedenfalls hat Polskibus in ca. 2,5 Jahren mit den bisher vorhandenen 98 Bussen die 5 Mio-Marke bei den Fahrgästen geknackt. Erst im Juni 2011 ist Polskibus in Polen gestartet und ist damit auf jeden Fall eines der führenden, modernsten, am schnellsten wachsenden und innovativsten Bussysteme zur Zeit in Europa. Im Juni 2014 werden 148 moderne große barrierefreie Fernbusse mit je 75-89 Sitzplätzen der Baujahre 2011 bis 2014 zur Verfügung stehen.
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#3
cool, Danke für diese Info. Glaubst Du, Polskibus wird auch nach Deutschland kommen? Eventuell zunächst mit weiteren Linien nach Dresden, Hamburg etc. und im zweiten Schritt mit Kabotage?
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#4
Hallo "Gast",

Du fragst schlauerweise "glaubst Du"... - JA, ich glaube es. Aber ich bin kein Wahrsager und 100% sicher ist es nicht. Hinter Polskibus steckt die Stagecoach-Gruppe aus Perth in Australien, ein internationaler Verkehrskonzern mit vielen Buslinien vor allem in den USA, England/Wales/Schottland und Polen, aber auch Eisenbahnlinien und sogar Fährschiffslinien in Neuseeland. Das ganze gehört einem Milliardär namens Brian Souter. Ich habe inzwischen mehrere Infos, dass die Deutschland und Italien aktuell schon sondieren und beobachten und voraussichtlich werden sie hier in Deutschland groß starten, wenn in Polen das Busnetz komplett ist. Benelux soll quasi nebenbei mitgenommen werden (in Frankreich sind nicht viele Halte vmöglich wegen gesetzlicher Probleme) und die beiden Alpenländer ebenso. Also vermutlich in 2015 - eventuell aber schon im 3./4.Quartal dieses Jahres mit 1,2 "Startlinien". Nach meinen Hochrechnungen könnte es sein, dass Polskibus ab Sommer eventuell ein paar Busse zuviel hat - die meisten Linien laufen offenbar zwar gut und auch im Stundentakt fahren genügend Leute mit - es gibt aber auch Problemstrecken wo aktuell der Takt zu hoch ist und die Busse fast leer fahren (und noch billiger macht keinen Sinn). Die Non-Stop-Zusatz-Busse nach Posen sind laut Zeitungsberichten z.B. leer, während die Planbusse von Berlin über Lodz voll sind. Entweder finden sie dann noch eine andere sinnvolle Route die sie vorher nicht eingeplant haben - oder sie haben ein paar Busse übrig ab Sommer. Die schnell umkleben auf Megabus-Design z.B. ist kein Ding. Innerhalb Deutschlands wird man wohl kaum mit dem Namen Polskibus auftreten... . Es ist eher zu vermuten, dass in ganz Europa der Name Megabus verwendet wird. Erst kürzlich wurde dort die Webseite geändert und es sind jetzt schon die ganzen Länder einzeln auswählbar - wenn man auch in 5 Jahren nur von London nach Köln fahren möchte, wäre das nicht nötig gewesen.

Aber um richtig einzusteigen in Deutschland ähnlich wie in Polen im Stundentakt bräuchten sie ca. 350-500 Busse - und größere Bestellungen ab ca. 20 Bussen werden eigentlich immer bekannt in den Medien der Busbranche. Also über Nacht plötzlich mit vielen Linien in Deutschland starten geht auch nicht - da müssen eben erst Busse bestellt und gebaut werden - und Werkstatt etc. braucht man auch. Stagecoach wird nicht mit Subunternehmern fahren sondern die werden dann - wie auch in Polen - hier eigene Betriebshöfe bauen und eigene Busse kaufen.

Aktuell sind sie ja schon bis Amsterdam, Köln, Paris, Wien, Prag und Berlin gekommen. Meine Prognose ist, dass sie zuerst damit beginnen, diese Metropolen großräumig zu verbinden und machen damit vor allem Eurolines Konkurrenz die aktuell noch viele Strecken mit Mondpreisen fahren. Denkbar wäre also z.B. Köln-Berlin, Paris-Frankfurt-Linz-Wien, Paris-Stuttgart-München-Wien, Amsterdam-Berlin, Amsterdam-Hamburg-Kopenhagen, Amsterdam-Wien oder auch sowas wie Berlin-Prag-Wien. Mit solchen Linien würde ich jedenfalls an deren Stelle starten. Im zweiten Schritt kommen dann die normalen deutschen Großstädte dran.

Die fahren halt tatsächlich dann vorausichtlich im 30-60 Minutentakt mit 90-Platz-Doppeldeckern und können damit auch kapazitätsmäßig schon eher mit der Bahn mithalten (aber in einen ICE gehen trotzdem z.B. ca. 350-700 Leute) als die aktuellen Busse hier mit meist nur ca. 50 Plätzen. Die aktuellen Anbieter machen sich vermutlich Sorgen um ihre Marktanteile aber Megabus kann auch dem Fernbus insgesamt zum Durchbruch verhelfen. So schön wie die aktuellen Linien auch sind - vieles läuft nur 1, 2, 3 oder 4 x täglich und ist daher in erster Linie nur eine Alternative für sparsame Leute wie z.B. Studenten und Schüler. Wenn auch der letzte Bauer kapiert hat, dass er jetzt immer im Stundentakt in die Nachbarstadt kommt für wenige Euro und noch eine 20-jährige Blondine ihm im Bus gratis Cola, Kaffee und Brezen serviert (wie aktuell bei Polskibus), dann kann das weite Teile der deutschen Bevölkerung in den Fernbus bringen und wenn die "Fahrgasttorte" insgesamt um ein vielfaches größer ist als heute, fällt auch ein deutlich größeres Tortenstück für die anderen Anbieter ab. Der Markt in Deutschland ist so riesig (600 Städte über 20.000 Einwohner, auch Stagecoach kann nicht alles alleine anbieten, von jeder Stadt in jede Stadt) - und die ganzen Nachbarstädte und Länder kommen noch dazu, dass da auch langfristig genug Platz für 3, 4 oder sogar 5 große Anbieter sein wird. Hauptverlierer wird die Bahn sein wenn Stagecoach massiv einsteigt in Deutschland und Mitfahrautos wird es dann kaum noch geben. Stagecoach macht auch massiv Werbung, z.B. sind TV-Spots üblich, wo "Otto Normaltrottel" von der Strasse ganz begeistert interviewt wird, wie er tatsächlich ein 1 Dollar (bei uns dann 1 €) bekommen hat für die Fahrt von A nach B. Und in den Städten gibt es oft große Promoaktionen mit Aktionszelt, Doppeldecker zum Anfassen, Gewinnspielen etc. . Die aktuellen Anbieter bei uns nutzen z.B.- diese Werbekanäle gar nicht oder kaum.

BEISPIEL:
Berlin-Hamburg gibt es aktuell 45 Abfahrten täglich, wenn Megabus jetzt noch mit Stundentakt dazukäme, wären es ca. 60. Aber die werden mit soviel Promotion und Werbung dazukommen, dass viele Normalbürger erstmal aufwachen auf ihrem Sofa und sich sagen "ok, also in gut 3 Stunden für 1 € und mit Blondine, Kaffee und Eis - da fahr ich dann auch lieber mit dem Bus" . Durch diese extrem günstigen Preise werden außerdem Spass-Fahrer angelockt, die normalerweise gar nicht gefahren werden. Z.B. 18-jährige Partymädels aus Hamburg, die sich sagen, ok, für 1 € (oder 5 / 10 €) können wir auch am Samstag nach Berlin fahren, die Nacht dort durchfeiern im Club und am nächsten Tag auf der Rückfahrt im Bus schlafen... . Für die € 27,- von Berlinlinienbus wären die natürlich nie gefahren sondern in Hamburg ausgegangen. Deswegen wird das für die aktuellen Anbieter nicht besonders dramatisch werden. Klar kann es sein, dass dann in den ersten Monaten nach Markteintritt von Megabus erstmal nur 35 oder 40 Personen im Bus sitzen statt heute 50 - aber nach und nach wird das gesamte Fahrgastpotential steigen. Es werden noch ein paar mehr ihre Bahncard kündigen und die Teens lernen gleich von auf, dass man auch gut ohne Auto im gesamten Land superbillig und bequem rumkommt. Aktuell haben viele Jugendliche schon mit 18 ein Auto - vor allem im wohlhabenden Süden. Ich kenne persönlich Familien mit 4 Autos (Vater, Mutter, 2 Kinder 18+21) - die fahren natürlich nicht oder kaum Fernbus. Aber die heute 14, 15, 16-jährigen müsen gleich sehen "mit Fernbus komme überall ganz billig hin und kann immer schön surfen und schlafen im Bus" und dann kauft sich sicher ein Teil dieser Jugendlichen KEIN Auto mit 18 sondern spart lieber für tolle Weltreisen o.ä. . Als ich 18 war, gab es überhaupt keine Alternative zum Auto - vor allem weil die Mondpreise der Bahn gar nicht erst zur Diskussion standen. Und das wird sich in den nächsten Jahren nach und nach ändern - und beschleunigt durch einen einen echten Big-Player wie Stagecoach.

Die aktuellen Marken haben ja einen ordentlichen Vorsprung, MFB will dieses Jahr von 150 Bussen auf 250 Busse erweitern und Flixbus hat in 2014 immerhin schon 6 neue Busse mehr in den Markt geworfen (müßten dann 61 sein die an den Spitzentagen Fr./So. laufen) - könnte also sein, dass die in einem Jahr auch bei ca. 100 sind. Wenn der ADAC sein Programm umgesetzt, werden die 200 Busse haben, bevor Stagecoach überhaupt da ist - also Grund zur Panik besteht überhaupt nicht. Aber die aktuellen Anbieter müssen viel effizienter werden - bei Stagecoach sind alle Umläufe optimiert, da steht kein Fahrer irgendwo unnütz rum, hat zu viel Pause oder Busse werden nicht richtig ausgenutzt von frühmorgens bis spätabends und es gibt fliegende Fahrerwechsel irgendwo unterwegs am Lenkzeitende. Das ist halt wie bei Ryanair wo ein Flieger morgens um 5:00 in Weeze startet, dann nacheinander kreuz und quer durch Europa 5 Linien fliegt und nachts um 1:00 in Girona ankommt. Die wenden einen Flieger in nur 20min - Lufthansa hat früher über 1 Stunde dafür gebraucht und ist nur auf die gekommen einen Flieger immer nur von A nach B und zurück zu fliegen, auf Dreiecksrouten oder Fünfecksrouten ist da niemand gekommen. - bei solchen Sachen machen u.a. die effizienten Transportfirmen ihren Gewinn gegenüber den "normalen". Da müssen die Deutschen noch kräftig optimieren, mit zwei, drei Fahrern gleichzeitig im Bus fahren und viel Zeit bei Pausen vertrödeln, das wird in ein paar Jahren wohl nicht mehr gehen... . Im Schnitt ist Stagecoach ja auch nicht billiger als Flixbus z.B. - es gibt ja auch dort Tickets für ca. € 20,- oder sogar über € 25,- . Und was z.T. fehlt bei uns, sind wirkliche Innovationen und Dinge, wo sich die Marken unterscheiden. Meist kopiert nur einer was vom anderen. Warum gibt es z.B. noch keinen Bus mit Life-TV von den großen Monitoren ? Könnte z.B. Berlinlinienbus einführen in ihren Doppeldeckern auf einer Ebene. Wer es nicht sehen möchte, setzt sich in die andere Etage. Fusball-WM in Rio im Bus-TV - damit wäre man groß in den Medien und viele Leute würden einsteigen, ich würde dafür sogar etwas mehr Geld zahlen wie für einen normalen Bus, auch wenn sonst da nur Wetten Dass oder Günter Jauch läuft... . Z.B. hat Stagecoach Nachtbusse rausgebracht mit umbaubaren Betten (Megabus Gold - die laufen nachts mit Betten und tagsüber mit Sitzen - das ist innovativ und effektiv, bei der Bahn z.B. stehen Nachtzüge tagsüber ungenutzt rum und Tageszüge umgekehrt = totes Kapital, hoher Flächen- und Gebäudebedarf etc.) oder jetzt diese Serviceoffensive bei Polskibus. Wenn ich da nur "Fräulein" rufen muß, und eine 20-jährige Blondine schenkt mir immer wieder Kaffee nach und bedient mich mit Schoko-Croissants und Eis am Platz - alles kostenlos wohlgemerkt - da werden nicht nur viele Rentner ihr Auto zukünftig stehen lassen... und die Züge sowieso. Und mal ehrlich - Kompliment an Polskibus - auf so eine Idee wäre von uns doch so schnell niemand gekommen... .
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#5
hallo (möchtegern?) bus"experte",

warum verbreitest du hier lügen über die stagecoach-group?

angefangen beim hauptsitz. die stagecoach-group kommt aus perth, scotland, uk! nicht aus australien!


//modedit: Bitte sachlich bleiben! Es stimmt zwar in der Tat, dass der Hauptsitz in Perth UK liegt. Das ist aber offensichtlich eine Verwechslung und damit ok.
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#6
Nicht nur das stimmt nicht. Stagecoach ist nicht "aber auch" im Schienenverkehr tätig, diese Sparte ist wesentlich größer als Megacoach, die im Konzern relativ unbedeutende Fernbusmarke. Zum Größenvergleich, Stagecoach betreibt in Großbritannien über 8.000 Nahverkehrsbusse, Megabus deutlich weniger als 200.
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#7
Der Bus"Experte" schreibt:[i][i]Ich habe inzwischen mehrere Infos, dass die Deutschland und Italien aktuell schon sondieren und beobachten und voraussichtlich werden sie hier in Deutschland groß starten, wenn in Polen das Busnetz komplett ist.[/i][/i]

Stagecoach beobachtet den Markt in allen europäischen Ländern und das ist auch kein Geheimnis in der Verkehrsbranche. Ob Stagecoach in den innerdeutschen Fernbusmarkt miteinsteigt ist doch eine frage ob die Bundesregierung das will. Für Stagecoach ist der innerdeutsche Verkehr nur dann Interesant wenn sie ein Flächendeckendes Netz im 1-2 Stundentakt genehmigt bekommen. Wenn sie nur 2-3 Busse je Strecke genehmigt bekommen geht das ganze Konzept mit eigenen Bussen/Werksätten/Personal nicht auf und das ganze ist dann unwirtschaftlich.

Man darf auch nicht vergessen das es in Polen viel einfacher ist Fahrgäste für den Fernbus zugewinnen als in Deutschland. Die polnische Verkehrspolitik macht das Bahnfahren von Jahr zu Jahr unatraktiver. Die Wojewodschaften gründen größtenteils ihre eigenen Bahnunternehmen und übernehmen damit in ihrer Wojewodschaft den Regionalverkehr vom Staatsunternehmen PKP Przewozy Regionalne. Daher, anders als in Deutschland, ist es in Polen kaum noch möglich durchgehende Fahrkarten zukaufen wenn man von Fern- auf Regionalverkehr umsteigen muss. Wenn in Deutschland eine Strecke im Regionalverkehr von einem andren Anbieter als DB-Regio betrieben wird ist es immernoch möglich eine durchgehende Fahrkate zukaufen mit umstieg von Regional auf Fernverker. In Polen muss man auch wenn man nur Bahn fährt oft zwei Fahrkarten kaufen und hat daher uch im Bahnverkehr keinen durgehenden Fahrschen mit EU-Fahrgastrechten. Daher sind polnische Fahrgäste viel eher bereit auch den Frenbus zubenutzen.


Bus"Experte" schrieb: Benelux soll quasi nebenbei mitgenommen werden

Was soll denn da mal nebenbei mitgenommen werden?
In BeNeLux wird es nur grenzüberschreitende Linien geben wie sie Megabus schon heute anbietet. Da werden noch einige Verbindungen kommen richtung Deutschland aber halt nur internationale Vernindungen.
Die Niederlande sind zwar sehr liberal doch bevor es einen freien innerniederländischen Ferbusmarkt gibt, gibt es in Deutschland Coffeeshops.

@ Moderation: //modedit: Bitte sachlich bleiben! sorry
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#8
Hallo P. Escobar,

offenbar kennst Du Dich mit Stagecoach sehr gut aus und bist daher sehr gerne willkommen im Forum. Die meisten hier wissen aber (fast) gar nichts von Stagecoach und daher habe ich einige Infos geschrieben. Und was Stagecoach in Europa macht, ist normalerweise (noch) nicht bekannt - nur Du weißt offenbar mehr... .

Ich kenne nur das Perth in Australien und da die auch Fähren betreiben in Neuseeland und ich auch andere Firmen und Leute kenne, die extra aus Steuergründen in Australien Bankkonten und Firmen haben, bin ich vom australischen Perth ausgegangen. Das in Schottland ist offenbar auch ziemlich klein... - aber für die Fahrgäste ist das auch nicht wichtig, wo das Hauptbüro einer Firma ist und ich mache keine Detektivarbeit zu irgendwelchen Firmen.

Ein zukünftiges Netz von Stagecoach hat aber nichts mit der deutschen Bundesregierung zu tun ((wenn Du da andere Infos hast, dann bitte gerne hier schreiben)). Aktuell ist es so, dass jede Firma Fernbuslinien starten kann wie und wo es möchte und es normalerweise auch keine Einschränkungen gibt zu Taktzeiten z.B. . Die Anträge werden von den Landesbehörden der 16 Bundesländer bearbeitet und die Städte müssen ihr OK geben zu den Haltestellen. BEISPIEL: Ich beantrage München-Berlin und die 1. Abfahrt ist in München, dann gehen die Anträge zum Regierungspräsidium Oberbayern in München. Die holen sich dann das OK vom ZOB in München (ob es Platz gibt zu den Abfahrtszeiten etc.) und das OK aus Berlin. Bei einer so einfachen Verbindung ohne Zwischenstops müßte das relativ schnell gehen mit der Genehmigung (geschätzt ca. 2-3 Monate - wenn das Unternehmen schon bekannt ist nur 6-8 Wochen weil dann grundsätzliche Prüfungen z.B. zu den Finanzen, Betriebsleiter etc. entfallen). Und den Fahrplan muß man zwar reinschreiben in den Antrag, kann man aber auch immer wieder ändern. Das dauert dann zwar immer ein paar Wochen, aber normalerweise ist das kein Problem. Wenn man Zwischenstops einbaut in anderen Städten kann es deutlich länger dauern, weil in jeder Stadt der Stop geprüft werden muß und das OK gegeben werden muß zu der ersten Behörde (im Beispiel Regierungspräsidium Oberbayern). Deswegen hat es vermutlich bei Onebus sehr lange gedauert, weil die z.B. mehrere ganz neue Städte drinhaben wie z.B. Montabaur, Limburg und Hagen - und dann dauert es natürlich: Wer ist zuständig ? Was ist überhaupt ein Fernbus ? Wo kann der hier halten ? Kann es Probleme geben ? Usw. . Deswegen würde ich immer erst die Linie nur mit wenigen problemlosen Städten starten und dann kann man nach und nach weitere Zwischenstops einplanen.

Es gibt schon mehrere Linien mit mehr oder weniger 1-Stundentakt. Z.B. Berlinlinienbus Berlin-Hamburg und Meinfernbus Berlin-Leipzig und Berlinlinienbus Berlin-Dresden. Es ist nicht bekannt, dass irgendwo irgendeinem Busunternehmen verboten wurde einen Stundentakt zu fahren. Und man kann auch z.B. erstmal anfangen mit 2-Stunden-Takt (gibt es ganz oft schon von vielen Anbietern auf vielen Strecken) und dann nach 6 Monaten oder 1 Jahr auf Stundentakt verdichten. Nach aktuellen deutschen Gesetzen kann das niemand verbieten. Man könnte sogar im 30-Minuten-Takt fahren wenn man das möchte. Also wenn Stagecoach einsteigen möchte, empfehle ich mit allen Hauptlinien zwischen den großen Städten zu starten z.B. im 2-Stunden-Takt und dann nach und nach - wenn die Busse voll sind - auf 1-Stunden-Takt zu erhöhen. Und das kann niemand (und auch die Bundesregierung nicht) verbieten. ((Wenn Du andere Infos hast, dann bitte gerne hier schreiben !)). Deswegen sind auch Bus-Linienkonzesionen eigentlich nicht mehr viel wert - weil jeder sie beantragen kann und auch genehmigt bekommt. Es kann auch 10 verschiedene Busfirmen geben die von A nach B fahren. Es gibt auch 8 verschiedene Lebensmittel-Discounter-Ketten und 9 Baumarktketten in Deutschland. Und jetzt kommt eben das Gleiche mit Fernbussen.

Dass die polnische Eisenbahn nicht gut ist, dachte ich mir schon. In Deutschland sind manche Bahnstrecken zwar ziemlich schnell und im 1-Stunden-Takt aber viele andere große Städte sind sehr schlecht angebunden (z.B. Niederrhein (Mönchengladbach/Krefeld) oder auch nördliches Ruhrgebiet (Oberhausen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen oder auch z.B. Gera im Osten und Regensburg im Süden - und viele Mittelstädte sind noch viel schlechter angebunden). Und vor allem ist die Bahn VIEL zu teuer - das alles ist die ganz große Chance für die Fernbusse. DIREKT ohne umsteigen und BILLIG von meiner Stadt in alle großen Metropolen (Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, Frankfurt, München usw.).

Mit Benelux war ein Mißverständnis. Das habe ich genauso gemeint - das nehmen sie ein bisschen nebenbei mit durch ein paar internationale Verbindungen. Das kann man aber auch sehr geschickt machen, so dass viele Städte mit im Netz sind - nur innerhalb der kleinen Länder ist es dann verboten. Aber z.B. AmsterdamSchiphol, AmsterdamZentrum, Apeldoorn, Arnheim, OberhausenCentro, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und weiter z.B. Richtung München/Wien und z.B.
Rotterdam, DenHaag, Amsterdam, Lelystad, Groningen, Oldenburg, Bremen, Hamburg und weiter Richtung Rostock/Stettin oder Kopenhagen und z.B. Amsterdam, Apeldoorn, Almelo, Nordhorn (größte Stadt in Deutschland OHNE Bahnhof !), Osnabrück, Hannover, Berlin - das wären schon gute Linien um viele deutsche Städte mit holländischen Städten zu verbinden. 2, 3, 4 Busse fahren dann die ganze Strecke pro Tag und die anderen dazwischen enden in der letzten deutschen Stadt. So laufen doch z.B. P3 und P16 von Polskibus auch. Man braucht also eine überlappende Führung bzw. Kombination von internationalen Linien mit EU-Lizenz und normalen nationalen deutschen Linien bzw. mit Kabotagerlaubnis.

Aber man kann auch in Benelux auf manchen nationalen Städteverbindungen gut tricksen, Beispiel:
DenHaag-Rotterdam-Antwerpen(B) (über BergenopZoom),Genk(B), Maastricht(NL), Aachen, Eupen(B), Verviers (B), Malmedy(B), über A60/E42/B50 neue Moseltangente (das ist wie Autobahn), FrankfurtHahnAirport, Frankfurt (und weiter nach München/Wien).
DenHaag/Rotterdam-Maastricht z.B. dauert mit Zug mindestens ca. 2:40/2:20 und geht nur mit 1 x umsteigen. Mit Bus wäre es die gleiche Zeit - aber DIREKT ohne umsteigen ! Die Linie muß in mehreren Abschnitten beantragt werden und z.B. in Antwerpen wechselt der Fahrer nur die Liniennummer. In der Buchungsmaske kann man das auch so kennzeichnen "Bus geht über auf Linie Antwerpen-Aachen" . Und in Aachen wechselt die Liniennummer nochmal. Dann kann man auch Tickets anbieten von Antwerpen nach Verviers, Eupen und Malmedy z.B. . Und die belgische Eisenbahn ist sehr langsam, altmodisch und schlecht - auch hier geht es nur mit 1 x umsteigen und ist der Zug ist nicht schneller als der Bus. Weitere Varianten wären z.B. Antwerpen-Maastricht-Liege. Speziell in diesem 3-Ländereck kann man viel machen um Verbindungen auch innerhalb von Belgien und innerhalb von Niederlande anzubieten.

Noch ein Trick z.B.: Hamburg-Brüssel über Hengelo-Enschede-EMMERICH(Linienwechsel)-Arnheim-Nijmegen-Eindhoven. Dann ist dieser Bereich Hengelo/Enschede direkt verbunden mit Arnheim, Nijmegen und Eindhoven - geht mit Zug alles nur mit umsteigen und dauert sehr lange - mit Bus direkt ! Oder noch eine Verbindung über den sehr beliebten Airport Weeze: Amsterdam-Utrecht-Arnheim-Nijmegen-WEEZEAIRPORT(Linienwechsel)-Venlo-Roermond-Maastricht-Aachen. Da wären innerhalb der Niederlande auch viele Verbindungen sehr attraktiv und außerdem sind alle Städte direkt mit dem Airport verbunden, auch für Aachener interessant. D.h. die Niederländer müssen dann in einigen Landesteilen nur die ganz kurzen Strecken mit dem Zug fahren z.B. in die direkte Nachbarstadt. Von Nordost nach Süd z.B. oder von Südost nach Randstad geht auch mit Fernbus mit diesen Tricks sehr gut. Und ähnlich in Belgien, Antwerpen-Liege/Verviers z.B. über Maastricht.

Und noch ein letzter (macht Spass Smile ): London-Dunkerque(F)-Kortjik(B)Linienwechsel-Lille(F)-Valenciennes(F)-Mons(B)-Charleroi(B)-Namur(B)Linienwechsel-Luxemburg-Metz(F)-Saarbrücken(Linienwechsel)-Strassbourg(F)-Freiburg(Linienwechsel)-Mulhouse(F)-BaselStLouisGrenze(F)-Zürich.
Erlaubt sind hier ALLE Verbindungen innerhalb Frankreichs außer die kurze Strecke Lille-Valenciennes und innerhalb Belgiens von drei wallonischen Städten direkt nach Kortrijk und innerhalb der Schweiz von Zürich nach Basel-Stadtgrenze. Man kann zwar in diesen Ländern nicht alle Städte verbinden aber manche sehr attraktive Inlandsverbindungen schaffen, die mit Zug alle nur mit umsteigen gehen, oft sogar noch länger dauern und auch noch viel teurer sind.

Noch zum Schluß, weil ich glaube, dass da ein Mißverständnis mit Dir war: Ich mag Megabus und Polskibus (=Stagecoach) sehr gerne und hoffe, dass sie bald auch in Deutschland richtig anfangen die ersten Grundstücke z.B. für Werkstätten zu kaufen z.B. in Leipzig, Hannover, Köln, Mannheim, Nürnberg etc. Smile
Und mit diesen 90-Plätze-Astromega-Bussen wird das auch sehr attraktiv und wirtschaftlich sein.
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#9
(19.01.2014, 23:17)busexperte schrieb: Hallo P. Escobar,

offenbar kennst Du Dich mit Stagecoach sehr gut aus und bist daher sehr gerne willkommen im Forum. Die meisten hier wissen aber (fast) gar nichts von Stagecoach und daher habe ich einige Infos geschrieben. Und was Stagecoach in Europa macht, ist normalerweise (noch) nicht bekannt - nur Du weißt offenbar mehr... .

Ich kenne nur das Perth in Australien und da die auch Fähren betreiben in Neuseeland und ich auch andere Firmen und Leute kenne, die extra aus Steuergründen in Australien Bankkonten und Firmen haben, bin ich vom australischen Perth ausgegangen. Das in Schottland ist offenbar auch ziemlich klein... - aber für die Fahrgäste ist das auch nicht wichtig, wo das Hauptbüro einer Firma ist und ich mache keine Detektivarbeit zu irgendwelchen Firmen.

moin experte,

ist ja schön, dass du bestimmst wer aufgrund welcher kompetenz im forum willkommen ist.

den ganzen tag über stagecoach und megabus schreiben und dann noch nicht mal wissen wo die firma daheim ist.

/modedit: Bitte sachlich bleiben!

tach auch
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#10
Wenn ich in einem Fachartikel einen Bericht lese, dass die Firma in Perth beheimatet ist und einen Satz später steht, dass sie auch Fähren in Neuseeland betreiben, dann prüfe weder ich noch sonst irgendein normaler Mensch nach, ob es eventuell noch ein zweites viel viel kleineres und ganz unbekanntes Perth irgendwo auf der Welt gibt.

Wenn ein Konzern schreibt, dass sein Firmensitz in Berlin ist, dann geht auch jeder davon aus, dass es das Berlin in Deutschland ist, und nicht eines von 20 Berlins in den USA z.B. . Und kein normaler Mensch überprüft das dann extra erstmal, ob es auch wirklich das Berlin in Deutschland ist. Übrigens ist das bei größeren Firmen absolut normal, dass die aus steuerlichen Gründen ihre Firmensitze irgendwo auf der Welt haben - und das ist oft nicht das Land wo sie am meisten geschäftlich aktiv sind.
Nochmal Perth in Zahlen: Das in Australien hat 1,65 Mio. Einwohner ist auch allen Leuten mit guter Allgemeinbildung bekannt als DIE Metropole Westaustraliens ohne dass man irgendwas nachrechieren muß. Das Perth in Schottland hat nur 43.500 Einwohner und ist normalerweise allgemein unbekannt. Bekannte Städte in Schottland sind z.B. Glasgow, Edinburgh, Aberdeen und Inverness.

Es wäre schon, wenn Du inhaltlich etwas interessantes posten würdest zum Thema statt mühsam zu versuchen auf Teufel komm raus einen Experten unsachlich zu diskreditieren.
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