Wahnsinn ! Ab Alexanderplatz nach Hamburg, Dresden und Leipzig !
#11
Hallo Busexperte,

wer soll das alles lesen??? Mal was wichtiges: Gibt's denn schon ein Haltestellenschild am Alex?
Zitieren
#12
Es gibt sicher viele Leute die das gerne lesen was der Gast da so alles schreibt... Smile - nein, bis gestern war noch kein Haltestellenschild da.
Zitieren
#13
Der Halt am Alex hat auch Nachteile:

Keine Infrastruktur eines Busbahnhofes (Verspätungsinfo). Keine Umsteigmöglichkeiten. Längere Fahrt zur Autobahn. Ab U6 und westlich davon keine Voteile bei der Anfahrt mehr. Wie sieht es mit Wartemöglichkeiten im Warmen aus?
Zitieren
#14
Es ist ausgeschlossen das dort ein ZOB entsteht! Diese Haltestelle ist nur geschaffen worden, weil der ZOB nicht mehr Abfahrten tragen kann auf Dauer. Nicht umsonst wird auch Berlin-Südkreuz inzwischen angeboten, einfach weil kein Platz mehr am ZOB ist. Der Senat will einen neuen ZOB bauen, nur der Standort steht nicht fest. ( Im Gespräch sind unter anderem Südkreuz und Ostbahnhof ) möglicherweise auch der Hbf.

\\modedit: Aussage entfernt. Es ist anzunehmen, dass es sich um eine unwahre Tatsachenbehauptung handelt.
Zitieren
#15
Es wurden konkrete Kapazitäten für weitere Haltestellen am Alex aufgezählt. Auch ich rechne mit einer großen Zahl von neuen Anträgen für den Alex jetzt auch von diversen anderen Anbietern. Und wenn es dann bald heißt "keine Kapazitäten mehr frei" - dann betragt man eben die erwähnten Flächen dort um die Ecke. Wichtig ist, dass möglichst viele Fernbusse zukünftig auch DIREKT IM ZENTRUM halten - ob Du oder der Senat das dann ZOB nennen oder nicht ist unwichtig. Ein neuer ZOB wo (fast) niemand halten möchte, nützt auch nichts (z.B. München-Fröttmaning).

Vor der Hausnummer 1 befindet sich aktuell ein Taxi-Nachrückplatz für 7 Taxen für die lange Reihe gegenüber vor dem Park-Inn Hotel. Auch hier lassen sich also durch einen Schilderwechsel noch zwei weitere Fernbus-Gates direkt am Alex einrichten. Vor der Hausnummer 5 nochmal 3. Das wären dann immerhin schon Platz für 8 15m-Fernbusse gleichzeitig (3 vor 3, 2 vor 1 und 3 vor 5).

ZU FASTRIDER:

Verspätungs-Info bieten diverse Anbieter per SMS, eine dynamische Anzeige könnte aufgestellt werden - Platz ist reichlich vorhanden - der Strassenquerschnitt ist dort gigantisch und auch Nebenflächen und Bürgersteigbreiten etc. .

Fernbus hat normalerweise nichts mit umsteigen zu tun - und die ganz ganz ganz wenigen die unbedingt in Berlin umsteigen wollen, können ja dann einen anderen Bus zum ZOB wählen. Der ZOB wird ja nicht durch den Alex ersetzt sondern ergänzt.

Entscheidend ist für die Fahrgäste nicht die Fahrzeit zur Autobahn sondern "Tür zu Tur". Und die ist mit dem Alex für einen Großteil der Berliner DEUTLICH geringer als am ZOB. Außerdem wird wohl kaum jemand nur am Alex halten, sondern die meisten Anbieter werden noch Südkreuz oder Schönfeld etc. mit dazunehmen - d.h. in Berlin 2-3 x halten.

Westberliner sollen ja weiterhin den ZOB nehmen und Südberliner Südkreuz. Machen doch Bahnkunden genauso, die Züge halten ja auch 2-3 mal im Hbf. Ostbf., Südkreuz, Spandau etc. .

Kleine (beheizte) gläserne Wartehallen könnte man auf den erwähnten Seitenflächen bauen. In Nr. 3 gibt es ein Snack-Restaurant außerdem ein großes Vordach mit (zumindest werktags) öffentlich zugänglichem Foyer.

Das Problem bei MFB ist aktuell, dass die Busse zum Alex mit € 17,- viel zu teuer sind. Flixbus füllt für faire € 8,- / € 11,- und € 13,- an den kommenden langen Wochenende einen Zusatzbus nach dem nächsten - und bei MFB sind noch sehr viele Plätze leer. Unverständlich für mich auch, warum bei halnleeren Bussen satte € 22,- zu zahlen sind ! Damit ist man schnell der selben Schublade wie BLB und ADAC - nämlich in der eher teurer Anbieter.
Zitieren
#16
schon mal was von kostendeckendem wirtschaften gehoert, da kommt flix bus auch noch in
Zitieren
#17
Ob Flixbus Gewinne macht, wissen wir nicht. Aber als normaler Busunternehmer kann man mit den Flixbus-Preisen in Zusammenhang mit dem Besetzungsgrad der Busse gut leben.
Zitieren
#18
... einfach mal abwarten. Es sind keine "normalen" Busunternehmer, die für sich allein fahren.

Wenn Flix Gewinne macht und (weitere) Bus-Partner Insolvenz anmelden (auch wenn es viell. nicht wegen Flix ist) haben sie hier in München auch nicht lange Spaß daran. Auf der anderen Seite werden die Geldgeber sicher auch irgendwann fragen, was aus ihrem Geld geworden ist...
Zitieren
#19
Hier mal eine Grundinformation aus der Branche für alle, die immer meinen, dass man nicht billig fahren kann, ständig von angeblichen Dumpingpreisen reden etc. :

Einen neuen Euro 6 13m 2-Achser kann man je nach Strecke, Fahrweise, Beladung etc. mit ca. 16/17/18l pro 100km bequem fahren, 1 l Diesel kostet € 1,30. Solche Busse gibt es ab ca. 200.000,- € und kann man die nach 4 oder 5 Jahren noch für ca. € 60.000,- bis € 80.000,- gebraucht weiterverkaufen. Den Fahrer kann man mit ca. 1800,- pro Monat kalkulieren. D.h. man kann für gut 1 € / km mit Gewinn fahren. (Wer das anzweifelt, läßt es sich bitte von Wirtschaftsprofessoren oder Herstellern im Detail vorrechnen inkl. Steuern, Abschreibungen, Wartungskosten etc.)

Streckenbeispiel Berlin-Hamburg: 300km
1 Fahrerschicht
40 verkaufte Tickets a € 10,- hin, 40 verkaufte Tickets a € 10,- zurück = € 800,-
(in der Praxis ist der durchschnittliche Ticketpreis deutlich höher, die Preisstufen sind 8,- 11,- 13,- und 16,- - die letzten Tickets kosten sogar über € 20,- und meist sind die Busse voll, d.h. es werden 50 oder mehr Tickets verkauft und die Busse haben meist mindestens 53 Plätze).
Noch günstiger wird es mit 2 Umläufen pro Tag, was z.B. die Frühbusse von BLB auf dieser Route schaffen.
Es wird also TÄGLICH ein ordentlicher Gewinn gemacht und es absolut NICHT nötig, höhere Preise zu verlangen. Selbst bei Flixbus ist sogar noch etwas Luft nach unten vorhanden - und man macht trotzdem noch Gewinn.

Wenn also Anbieter höhere Preise verlangen, dann sind diese bei denen nötig um höhere Grundkosten zu decken z.B. einen extrem großen Verwaltungsapparat oder Ticketverkäufer, die den ganzen Tag nur rumsitzen ohne Kunden oder Abfertiger, die 6, 8 oder 10 Fahrgäste abfertigen weil das für den Busfahrer (warum auch immer) nicht zu schaffen ist.

Die Frage bei allem ist immer: Braucht man diese oder jene Zusatzleistung und sind dafür auch genügend Fahrgäste bereit, mehr Geld zu bezahlen ?
Bei Stagecoach z.B. gibt es weder Haltestellenmasten noch Fahrplanaushänge und in den Bussen z.B. keine Monitore und auch keine richtigen Bordküchen - es sind echte Fernbusse, die auch so nicht 100% identisch sind mit klassischen Reisebussen.
Das spart nicht nur bei den Anschaffungskosten sondern auch dauerhaft bei der Wartung und Reinigung. Das mit den Masten und Fahrplanaushängen klingt nach wenig Einsparung, aber andere Marken müssen dafür eine Grafikerin haben, dann muß es gedruckt werden und es muß immer jemand durchs Land fahren, der die Pläne aufhängt und bei Änderungen auch austauscht. Und auch Fahrplantafeln verschmutzen - also selbst wenn sich der Fahrplan nicht ändert muß einer vorbeifahren und alles reinigen. Auf der Strecke Hamburg-Göttingen-Thüringen-München hängen z.B. immer noch die Pläne der längst eingestellten BLB-Linie aus und die dort wartenden Fahrgäste der anderen Marken lästern über die dort aushängenden extrem hohen Preise von € 65,-.

Wenn man z.B. 3 Personen benötigt, um 6, 8 oder 10 Fahrgäste alle 4 Stunden in einen Bus zu setzen (wie z.B. BLB am Ostbahnhof), muß man natürlich höhere Ticketpreise verlangen als Marken, die gar keine Ticketverkaufsstellen haben und wo ein Fahrer alleine 80 Personen in einen Doppeldecker bringt.

Um nochmal eine Zahl zu nennen, was früher schon mal ausgerechnet wurde: Die MFB-Wartelounge z.B. im ZOB Berlin verursacht Gesamtkosten von ca. € 800,- bis € 900,- pro Tag (!). Wer sowas nicht hat (wie z.B. Flixbus und Onebus) kann also hier auch viel sparen und Tickets dafür etwas billiger verkaufen.

MFB z.B. bietet generell sehr guten Service z.B. mit Verspätungs-SMS, Media-Center kommt bald etc. - nur dafür brauche ich auch immer extra zusätzliches Personal. Viele Fahrgäste pendeln jede Woche und wollen nicht ständig die gleichen Filme sehen, also müssen auch die Inhalte des Media-Centers in allen Bussen ständig aktualisiert werden. Wenn Onebus das z.B. nicht hat, können sie die Tickets billiger anbieten. Bei ADACPostbus gibt es das Media-Center schon lange - trotzdem sind die Busse vergleichsweise leer. Wieviele Fahrgäste zahlen extra mehr für das Ticket z.B. um bei Verspätungen eine SMS zu bekommen ?

Interessant wären hier Diskussionen über die einzelnen Serviceleistungen der Anbieter - was ist wie sinnvoll oder eher nicht - und für was sind wie viele der Fahrgäste bereit, auch mehr Geld zu zahlen. Aber das ständige simple "in den Raum werfen" von Begriffen wie "Dumping" und Behauptungen, dass günstige Anbieter nicht gewinnbringend fahren können ist Unsinn.

Ein Dumpinganbieter wäre z.B. mit einem 20 Jahre alten Überlandbus ohne Gepäckräume, Kennzeichen aus Zypern, Büro in Gibraltar und ein Fahrer aus den Phillipinen der kein Wort Deutsch spricht und seinen Führerschein in Tahiti gemacht hat, generell keine Stornomöglichkeit, keine Tel. Nr. usw. . Sowas gibt es in Deutschland aber nicht.

Und wer gerne viel Service haben möchte, kann ja auch die Busmarken wählen, die viel Service anbieten (z.B. MFB und BLB).

Nochmal zu Flix, Gast 20:37:
Welcher Buspartner soll denn da insolvent gegangen sein bitte ? City2City hatte NordrheinBus kurzfristig die Verträge gekündigt und daraufhin muß jeder Geschäftsführer Insolvenz anmelden (weil die Busse normalerweise auf Kredit sind !) um sich nicht wegen Insolvenzverschleppung strafbar zu machen. Kurze Zeit später waren aber alle Busse bei Flixbus neu weiterbeschäftigt und die Insolvenz war vom Tisch. Also das ganze Gerede ist Unsinn, da ist kein Unternehmer Pleite gegangen - und schon gar nicht wegen Flixbus.

Und viele alleinfahrende Busunternehmer sind selbstverständlich ganz normale Reisebüros, die nebenbei eine Linie betreiben.
Auch viele internationale Linien sind genau so organisiert.
Zitieren
#20
" Hier mal eine Grundinformation aus der Branche für alle, die immer meinen, dass man nicht billig fahren kann, ständig von angeblichen Dumpingpreisen reden etc. :

Einen neuen Euro 6 13m 2-Achser kann man je nach Strecke, Fahrweise, Beladung etc. mit ca. 16/17/18l pro 100km bequem fahren, 1 l Diesel kostet € 1,30. Solche Busse gibt es ab ca. 200.000,- € und kann man die nach 4 oder 5 Jahren noch für ca. € 60.000,- bis € 80.000,- gebraucht weiterverkaufen. Den Fahrer kann man mit ca. 1800,- pro Monat kalkulieren. D.h. man kann für gut 1 € / km mit Gewinn fahren. (Wer das anzweifelt, läßt es sich bitte von Wirtschaftsprofessoren oder Herstellern im Detail vorrechnen inkl. Steuern, Abschreibungen, Wartungskosten etc.) "

geh mal mit dem geschriebenen text von dir zu einem wirtschaftsprofessor und lass dir mal erklären was du in deiner rechnung schonwieder ausgelassen und falsch gemacht hast. linienverkehr ist kein charterverkehr.

" Interessant wären hier Diskussionen über die einzelnen Serviceleistungen der Anbieter - was ist wie sinnvoll oder eher nicht - und für was sind wie viele der Fahrgäste bereit, auch mehr Geld zu zahlen. Aber das ständige simple "in den Raum werfen" von Begriffen wie "Dumping" und Behauptungen, dass günstige Anbieter nicht gewinnbringend fahren können ist Unsinn."

das es fahrgäste gibt die bereit sind etwas mehr für service zubezahlen zeigt dir doch das immer noch einige leute blb/mfb/adacpostbus fahren.
der größte unsinn/schwachsinn ist dein ständiges geschreie nach billigeren preisen und mehr servicepersonal und am besten noch dazu moderne kostenintensive zob. billig und service passen einfach nicht zusammen siehe megabus.

" Wieviele Fahrgäste zahlen extra mehr für das Ticket z.B. um bei Verspätungen eine SMS zu bekommen ?"

wer an einem zob wartet wo verspätungen angesagt werden (wird dann durch die haltegebühr finanziert) kann darauf verzichten. wenn es diesen service nicht gibt ist die sms schon sehr sinnvoll besonders bei größeren verspätungen. niemand will zwei stunden mitten im nichts warten. wenn du nicht weißt wieviel verspätung der bus hat bleibt dir nichts anderes übrig als dumm an der haltestelle zuwarten. wenn du am zob oder durch eine sms über die verspätung informiert wirst hast du für die verspätung mehr verständniss als ohne info. und wenn man noch den wahren grund für die verspätung erfährt hat man noch mehr verständniss. nicht wie bei der deutschen bahn deren lügen zu den verspätungen sind einfach zum kotzen.
Zitieren