Was bedeutet Zugbindung beim Bahn-Spezial?
#11
(01.04.2014, 15:36)Gast schrieb: Also ich finde für morgen keine fahrt von düsseldorf nach berlin für 29 euro. aber ich bin wahrscheinlich zu dumm... Sad

Für morgen nicht, aber für in ein paar Tagen schon:
http://www.busliniensuche.de/suche/?From...dius=15000
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#12
(31.03.2014, 07:42)Gast schrieb:
(30.03.2014, 13:35)numi schrieb: Die Frage nach den Fahrgastrechten finde ich auch sehr interessant. Gilt hier, wie zB bei den Sparpreisen der DB AG, die Regelung nach §17 Abs. 1 Nr. 1 EVO, dass die Zugbindung verfällt sofern vernünftigerweise davon ausgegangen werden muss, dass der Reisende mindestens 20 Minuten verspätet am Zielort ankommen wird oder bezieht man sich hier auf §5 EVO wonach man von dieser Regelung abweichen darf, wenn nur ein erheblich ermäßigtes Beförderungsentgelt zu zahlen ist?

Puh, ich liebe Deutschland und die ganzen Regeln... Wenn der Anschlusszug weg ist, dann ist er weg - Punkt. Dann darf man mit jedem zuggebundenen Ticket der DB jeden anderen Zug der DB auf der Strecke zum Ziel nehmen - Punkt.


Das ist nicht ganz richtig. Man darf nicht selbständig einfach jeden anderen Zug nehmen, falls man den Anschluss aufgrund von Verspätung verpasst. Man kann nur den nächsten Zug auf der gleichen Verbindung nehmen. Ansonsten kann man zu einem Bahn-Infoschalter oder Verkaufsschalter und dort wird ein Mitarbeiter einem einen Stempel drauf machen. Erst dann ist die Zugverbindung aufgehoben und mann kann jede andere Verbindung nehmen. Unter Umständen kann man dann sogar schneller am Ziel ankommen, i.e., man verpasst einen IC, darf dann aber einen ICE nehmen.
Falls man nicht genug Zeit hat um sich einen Stempel zu holen, sollte man einen Fahrkontrolleur aufsuchen. Meistens ist es dann auch kein Problem, man sollte sich aber nicht wie ein A**** benehmen.
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#13
@Gast (03.04.2014, 21:07):
Hast Du dafür irgendeine Quelle? Egal ob man in die Gesetzestexte schaut oder die Informationen auf bahn.de verwendet, nirgendwo lässt sich deine Behauptung bestätigen. Wenn von einer Verspätung von >20 Minuten am Ziel ausgegangen werde kann verfällt die Zugbindung. Ob da jetzt ein Stempel drauf ist oder nicht spielt keine Rolle.
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#14
Selbst bei einer Verspätung >1 Minute, die dadurch verursacht wird, dass Du wg. der Verspätung des ersten Zuges den Anschlusszug verpasst hast, entfällt die Zugbindung.
Wenn jedoch dein eigentlicher IC/ICE/EC verspätet ist, kannst Du nicht einfach so fahren wir Du willst. Es sei denn, DB Service Point "genehmigt" den Umstieg und vermerkt dies auf dem Ticket.
Dafür bedarf es keine Gesetzestexte sondern Menschenverstand und etwas logisches Denken.
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#15
(06.04.2014, 20:14)Gast schrieb: Wenn jedoch dein eigentlicher IC/ICE/EC verspätet ist, kannst Du nicht einfach so fahren wir Du willst. Es sei denn, DB Service Point "genehmigt" den Umstieg und vermerkt dies auf dem Ticket.
Und wie erklärst Du den Widerspruch zu den Dokumenten die die DB zur Verfügung stellt. Einmal aus den Beförderungsbedingungen:


"9.1.1 Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielort bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen. Die Benutzung eines reservierungspflichtigen Zuges oder eines Sonderzuges ist allerdings nicht gestattet."
Quelle: http://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern..._07_04.pdf Seite 16, Hervorhebung von mir.

"unverzüglich" ist laut Duden wie folgt definiert: "umgehend und ohne Zeitverzug [erfolgend]"
Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/unverzueglich


(06.04.2014, 20:14)Gast schrieb: Dafür bedarf es keine Gesetzestexte sondern Menschenverstand und etwas logisches Denken.
In wie fern? Es ist nicht das Problem des Fahrgastes die gültigkeit der Tickets überprüfen zu müssen. Daher hat auch jeder Zugbegleiter (meist über sein Smartphone) die Möglichkeit solche Dinge zu kontrollieren. Natürlich hilft es dem Zugbegleiter wenn zuvor schon ein Stempel auf das Ticket gemacht wurde, aber verpflichtend ist dieser nicht.
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#16
Hallo,
Wollte jetzt keinen neuen Thread erstellen. Sitiuation folgende:
habe mir vor einer woche kombi gebucht: Düsseldorf-Bremen. Dort Aufenthalt ca. 1 Stunde und mit separater buchung dann weiterfahrt nach Berlin mit Umstieg in Hamburg. Hatte ein kurzes Treffen in Bremen vor. Der Zug nach Bremen verspätete sich um genau 1 Stunde, so dass ich mich am Bahnstieg mit dem Bekannten auswechseln musste. Alle Anschlüsse danach natürlich gekriegt.
Frage: Wie sähe es denn aus, wenn ich aber unbedingt hätte aussteigen müssen, wie ginge es weiter?! denn ich kam nach Hamburg und ca. 15 min später fuhr dann der Zug ab, ich denke aber, wenn ich in Bremen ausgestiegen wäre und dann den in der Fahrkarte zugewiesenen Zug nähme, wäre ich evtl. wegen allgemeiner Verspätungen nicht rechtzeitig in HH gewesen usw..
Ich meine man kann einerseits angeben, dass man von A nach B fährt, aber in Fällen wenn man A, B, C fährt oder AB A mit nur kurzen Aufenthalten muss man evtl. verspätungen der DB einkalkulieren für die Erledigung eigener Geschäfte?!
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#17
Verspätungen müssen immer einkalkuliert werden
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